Meine Reise mit Gewaltfreie Kommunikation (GFK) begann mit einer tiefen Sehnsucht nach Verbundenheit, obwohl mir die Worte dafür noch fehlten. Als ich GFK, berührte mich die Art, wie der Trainer sprach und zuhörte, tief. Ich spürte, dass er aus einer tiefen Überzeugung sprach – verwurzelt im Bewusstsein unserer Bedürfnisse und unserer gegenseitigen Abhängigkeit – und ich erinnere mich, dass ich dachte: Genau da möchte ich hin.
Mit der Zeit GFK ein Gerüst, um viele Erfahrungen zu verstehen, die mich lange verwirrt oder verletzt hatten. Zu lernen, meine Gefühle wieder ernst zu nehmen und mich mit den zugrunde liegenden Bedürfnissen zu verbinden, veränderte meine Beziehung zu mir selbst und zu anderen. GFK wurde nach und nach nicht nur zu einem Kommunikationsmittel, sondern zu einer Lebensweise.
Ich arbeite an einer internationalen Schule mit Menschen aus vielen verschiedenen Kulturen, was mich immer wieder daran erinnert, wie eng wir miteinander verbunden sind und wie schwierig es sein kann, gegenseitiges Verständnis zu finden. GFK ermöglicht mir, unsere gemeinsame Menschlichkeit zu erkennen und einen Weg zu finden, von dominanten Verhaltensmustern zu Beziehungen zu gelangen, die auf Fürsorge, gegenseitigem Respekt und gemeinsamen menschlichen Bedürfnissen basieren.
Für mich GFK auch eine spirituelle Praxis. Ohne einer bestimmten Religion anzugehören, erlebe ich es als einen praktischen Weg, mit dem Leben in Verbindung zu treten – mit mir selbst, mit anderen Menschen, mit der Natur und mit den Systemen, die wir gemeinsam gestalten. In dieser Arbeit sehe ich meine Rolle darin, die Voraussetzungen für natürliches Wachstum und Verbundenheit zu schaffen.
Ich genieße es, Räume zu gestalten, in denen Menschen ihre eigenen Bedürfnisse und Werte erkennen, ihre Handlungsfähigkeit entdecken und die Möglichkeit erfahren können, einander ehrlich und fürsorglich zu begegnen und so die Saat für sozialen Wandel zu nähren. Sozialer Wandel beginnt für mich im Mikrokosmos des Alltags: Nachhaltige Transformation entsteht aus der Qualität dieser Interaktionen, wie aus einem fruchtbaren Boden, auf dem Empathie, Fürsorge und Frieden Wurzeln schlagen und schließlich größere Systeme beeinflussen können. Indem ich GFK, möchte ich Räume schaffen, in denen Menschen zur Ruhe kommen, sich wieder auf das Wesentliche besinnen und die Gaben und Absichten in sich und anderen erkennen können.
Ich bin dankbar, Teil einer Gemeinschaft zu sein, die gemeinsam lernt und praktiziert und in der diese gemeinsame Erkundung fortgesetzt werden kann.