Peter Ulrik Jensen ist Theologe und studierter Theologe und war viele Jahre als evangelischer Pfarrer in der Lutherischen Kirche tätig. Er durchlebte eine Krise und lernte Gewaltfreie Kommunikation (GFK2010 GFK inspirierte ihn und eröffnete ihm eine neue Sicht auf die Kirche und ihren Zweck. Hier ist Peters Geschichte, in seinen eigenen Worten:
2004 fühlte ich mich festgefahren und fast depressiv. Ich hatte einige Jahre als Priester gearbeitet und fühlte mich innerlich leer. Ich versuchte, das Problem intellektuell zu lösen, aber es gelang mir nicht und ich wusste nicht, was ich tun sollte. Also verließ ich die Kirche und begann einen Neuanfang. Ich unternahm viele Erkundungen und stieß 2010 auf GFK . Die Idee, sich direkt mit Gefühlen und Bedürfnissen auseinanderzusetzen, sprach mich sofort an! Ich fühlte mich ganz, mit dem Leben verbunden und voller Freude. Ich informierte mich näher über GFK , schloss mich einer lokalen Übungsgruppe an und erlebte die Kraft des empathischen Zuhörens. Mir wurde auch klar, dass es eine Sache ist, die Prinzipien von GFK zu lernen, eine andere, sie zu leben – es braucht Zeit und Mühe, unbewusste Gewohnheiten zu verändern. Seitdem ist GFK für mich ein Motor der Veränderung; es ist die wirkungsvollste Methode, die ich je kennengelernt habe.
Einige Zeit nach meiner Begegnung GFK im Jahr 2010 begann ich zu glauben, dass die Verbindung zum Leben, die GFK mir aufgezeigt hatte, wohl auch das gewesen sein musste, was Jesus Christus sah und wofür er wirkte – Leben als „Fluss des Lebens“, als Quelle, aus der man direkt schöpfen kann. Ich nahm mein Bibelstudium wieder auf und betrachtete das, was ich an der Universität gelernt hatte, aus diesem neuen Blickwinkel. Plötzlich erschloss sich mir alles und wurde lebendig! Ich fühlte mich zutiefst inspiriert und wollte diese Erkenntnis nun in die Kirche einbringen. 2014 begann ich wieder als Priester zu dienen.
Eine meiner Visionen ist es, die Kirche wieder zu dem kraftvollen Ort zu machen, der sie einst war: ein Ort des Mitgefühls, der Verbundenheit und der Transformation. Ich bin ständig auf der Suche nach Wegen, dies zu ermöglichen. Dazu gehört, Glaubensvorstellungen und Interpretationen empathisch zu begegnen und sie zu erforschen. Ebenso wichtig ist es, in Predigten, im Unterricht, im Gespräch und in der Zusammenarbeit die Bedürfnisse und Gefühle in den Mittelpunkt zu stellen und bewusst zu sprechen.
Mein Spezialgebiet ist Kirche und Religion, doch ich sehe mein Arbeitsfeld darüber hinaus und arbeite gerne mit jedem an jedem Thema.
Ich glaube, dass sich jeder innere und äußere Konflikt durch empathisches Zuhören und das Eingehen auf Bedürfnisse auflösen lässt.
Für Dänischsprachige
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