Ich entdeckte das GFK 2017 in Kolumbien, wo ich im Bereich Menschenrechte und Friedensarbeit tätig war – zu einer Zeit, in der ich zunehmend unzufrieden mit meiner sozialen und politischen Arbeit war. GFK gab mir die Hoffnung zurück, an eine bessere Welt zu glauben und mich bewusster für deren Gestaltung einzusetzen. Das bedeutete für mich eine neue Portion Sinn, Freude, Zielstrebigkeit und Vitalität. Gleichzeitig half es mir, die Komplexität des Menschseins aus einer Haltung des Mitgefühls heraus zu verstehen.
Die GFK hat mir auch die Gewaltlosigkeit als Denkrichtung und spirituelle Praxis nähergebracht und in mir den Wunsch geweckt, diese Perspektive in meinen persönlichen Transformationsprozess und in Strategien für sozialen Wandel zu integrieren. Ich glaube, sozialer Wandel erfordert einen Paradigmenwechsel und kollektives Handeln. Es ist sehr schwierig, eine Veränderung unserer kollektiven Funktionsweise vorzuschlagen, ohne die Werte, Überzeugungen und Beziehungsmuster zu verändern, mit denen wir aufgewachsen sind.
GFK bietet uns die Werkzeuge, um kollaborative Modelle zu nutzen, die unsere kollektive Stärke fördern. Ich glaube, dass die Herausforderungen, denen wir uns als Gesellschaft stellen müssen, enorm sind, und es wird sehr schwierig sein, diese zu bewältigen, wenn wir nicht unsere gegenseitige Abhängigkeit leben.