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Weltfrieden, positiver Frieden – und wie erreichen wir ihn?

Eine Rezension der folgenden Werke: Positive Psychologie: Reflexionen über Friedenserziehung, Gewaltlosigkeit und sozialen Wandel, Wir + sie: Die positive Kraft der Differenz nutzen und Positive Beziehungen: Evidenzbasierte Praxis weltweit.

Wissenschaftlicher Zeitschriftenartikel von Levitt, Julie Meranze. In englischer Sprache (2014)
Frieden und Konflikt: Zeitschrift für Friedenspsychologie, 20(1), 100–104

Bespricht die Bücher Positive Psychology: Reflections on Peace Education, Nonviolence, and Social Change von Andrew Fitz-Gibbon (2010); US + Them: Tapping the Positive Power of Difference von Todd L. Pittinsky (2012); und Positive Relationships: Evidence-Based Practice Across the World von Sue Roffey (siehe Eintrag 2011-30125-000).

Diese Bücher untersuchen aktuelle Paradigmenwechsel im Verständnis von Frieden oder, im Fall von Roffey, im Aufbau positiver Beziehungen. Fitz-Gibbon beleuchtet anhand vielfältiger Perspektiven die Rolle der Friedenserziehung für die Erreichung von Frieden. Pittinsky konzentriert sich insbesondere auf unsere Haltung gegenüber dem Anderen – jenen, die anders sind als wir – und erforscht, wie wir gemeinsam kulturelle Vorurteile überwinden können. Roffey argumentiert, dass der Aufbau von Beziehungen der Schlüssel sowohl für die menschliche als auch für die gemeinschaftliche Entwicklung und letztlich, so könnte man schließen, für den nationalen und internationalen Frieden ist. Fitz-Gibbons Artikelsammlung bietet ein breites Spektrum an Perspektiven, die uns herausfordern, differenzierte Vorstellungen darüber zu entwickeln, was wir erforschen und wie wir unsere Jugend im Sinne eines weltweiten, positiven Friedens erziehen sollten – einer grundlegenden Voraussetzung für das Überleben und ein gutes Leben. Es besteht Bedarf an konkreten Modellen, wie dem von Pittinsky, die neue Perspektiven auf Gruppenbeziehungen und Friedfertigkeit aufzeigen und Methoden für deren Untersuchung anbieten. Seine neue Sichtweise auf die Untersuchungen anderer Forscher und die Verwendung tatsächlicher geopolitischer Ereignisse als Beispiele sind hilfreich, um uns dabei zu unterstützen, unsere eigenen Vorstellungen über Gruppenbeziehungen und das, was wir messen wollen, neu zu überdenken.

Wir benötigen Übersichtsartikel wie jene in Roffeys Sammlung, die Anregungen für zukünftige Forschung, Programme und Interventionen liefern. Modellbildung ist hier verfrüht. Entscheidend ist, dass Roffeys Autoren nicht nur Seligmans Forschung und Programmentwicklung im Bereich der Positiven Psychologie einbeziehen, sondern auch die Arbeiten anderer Forscher, die sich mit positiven, friedensbasierten Beziehungen befassen. (PsycINFO-Datenbankeintrag (c) 2016 APA, alle Rechte vorbehalten)