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Was erwarten Assistenzärzte von ihren Ausbildern?

Eine Studie über das Feedback von Assistenzärzten in der Allgemeinmedizin

Projektbericht von Allen Shaughnessy, Randi Sokol, Judy Fleishman, Omar Wahid in englischer Sprache (2024)
Annals of Family Medicine, Band 22, Ausgabe Supplement 1

Kontext: Praxisanleiter benötigen authentisches Feedback von Assistenzärzten, um ihre Lehrkompetenzen kontinuierlich zu verbessern. Bestehende Evaluationsinstrumente fordern Assistenzärzte auf, Praxisanleiter anhand vorgegebener Kriterien zu bewerten. Diese Instrumente geben Praxisanleitern jedoch keine Hinweise darauf, welche Verhaltensweisen sie ändern oder beibehalten sollten, um den praktischen und Lernbedürfnissen der Assistenzärzte gerecht zu werden. 

Ziel: Die besten Vorgehensweisen bei der Betreuung von Assistenzärzten aus deren Sicht zu ermitteln, indem deren Feedback an die Betreuer analysiert wird. 

Studiendesign und -analyse: Wir führten eine qualitative thematische Analyse des Feedbacks durch, das während der Feedbackgespräche zwischen Dozenten und Assistenzärzten gesammelt wurde. Mithilfe des Ansatzes der „Gewaltfreie Kommunikation“ (GFK) wandelten wir das unverfälschte Feedback der Assistenzärzte, das teilweise psychisch belastend sein konnte, in Aussagen um, die mit „Bitten“ statt mit Werturteilen oder Bewertungen endeten. Jede Bitte wurde kodiert und einem Lehrthema zugeordnet. Innerhalb jedes Themas wurden die einzelnen Bitten von Kodierern in Zweierteams zu Aussagen zusammengefasst, die die Intention der jeweiligen Bitte widerspiegelten. Diese Aussagen wurden in einer Diskussion geprüft und überarbeitet und anschließend allen Assistenzärzten zur Korrektur und Ergänzung vorgelegt. 

Setting oder Datensatz: Eine einzelne Weiterbildungsstätte für Allgemeinmedizin, die die 188 Anfragen aus 32 Feedback-Erhebungssitzungen nutzt. 

Untersuchte Population: Ärzte, die Assistenzärzte der Allgemeinmedizin im ambulanten Bereich betreuen. 

Intervention/Instrument: Das Feedback wurde anhand der vier Aspekte des GFK: „Wenn du [ein Verhalten] zeigst, fühlen wir [ein ehrliches Gefühl]. Wir brauchen [ein unerfülltes Bedürfnis]. Bitte [Bitte um ein Verhalten].“ Alle Verhaltensweisen werden positiv beschrieben („Bitte tu X“). Diese Verhaltensaufforderungen dienten als Grundlage für die Ermittlung bewährter Vorgehensweisen. 

Ergebnismessung: Aussagen zu bewährten Verfahren, basierend auf dem Feedback der Assistenzärzte an die Ausbilder. 

Ergebnisse: Wir haben 26 Aussagen zu bewährten Vorgehensweisen entwickelt und diese so geordnet, dass sie mit verschiedenen Teilen der Mentoring-Begegnung übereinstimmen: Schaffung des Lernklimas; Vor der Patientenversorgung; Während des Mentorings; und die Nachbesprechung der Sitzung. 

Schlussfolgerung: Die Betreuung von Assistenzärzten in einer ambulanten Praxis erfordert eine differenzierte und gezielte Anleitung.