Absolute Ehrlichkeit/Absolutes Herz
Förderung von Empathie und Konfliktlösungsfähigkeiten. Eine Strategie zur Gewaltprävention
Diese Studie untersucht die Wirkung des training „Totale Ehrlichkeit/Totales Herz“, basierend auf dem Modell der Gewaltfreie Kommunikation (Rosenberg, 2003), zur Konfliktlösung und Empathieentwicklung (einschließlich Selbstempathie). Sie bietet eine strategische Antwort auf aggressives und gewalttätiges Verhalten Jugendlicher. Die 16- bis 19-jährigen Teilnehmenden waren zum Zeitpunkt der Studie von Armut und Ausgrenzung betroffen und kannten sowohl häusliche als auch Gewalt unter Gleichaltrigen. Einige waren strafrechtlich verfolgt worden, andere zogen Kinder groß, und alle hatten Schwierigkeiten, ihren Schulabschluss zu erlangen. Die Forschungsmethodik orientiert sich an den Traditionen der Bildungsforschung und Programmevaluation. Das Projekt kombiniert einen einfachen quasi-experimentellen schriftlichen Test vor und nach training training zur Gewinnung deskriptiver Statistiken) mit qualitativen Daten aus training und Interviews. Ein Fallbeispiel veranschaulicht die Ergebnisse.
Dieser Ansatz ermöglichte eine umfassende, mehrdimensionale Analyse für ein so kleines Pilotprojekt (N=14). Die Testergebnisse zeigten einen deutlichen Anstieg des Kompetenzverständnisses und der Anwendung der erlernten Fähigkeiten in der Teilnehmergruppe, während die Vergleichsgruppe keine Verbesserungen aufwies. Interviews mit den Teilnehmerinnen ergaben, dass das training motivierend war und die erlernten Fähigkeiten sowohl praktisch anwendbar als auch bedeutsam waren. Die Fallstudie verdeutlichte die transformative Wirkung der Integration der Konfliktlösungs-, Empathie- und Selbstempathie-Kompetenzen der Gewaltfreie Kommunikation in das Leben einer Teilnehmerin. Insbesondere legt diese Arbeit nahe, dass Selbstempathie wesentlich zur Entwicklung von Konfliktlösungskompetenzen und allgemein gesunden Beziehungen bei jungen Frauen beitragen kann, die Missbrauch, Trauma und häusliche Gewalt erlebt haben.