Die Bedeutung kommunikativer Friedensarbeit
Aufbau ziviler Normen und diskursiver Höflichkeit
Friedliche und Gewaltfreie Kommunikation sind für das gesellschaftliche Leben unerlässlich, insbesondere in Zeiten von Konflikten und tiefgreifenden Meinungsverschiedenheiten. Ziel dieses Kapitels ist es, aufzuzeigen, dass kommunikative Friedensarbeit in gewaltfreien Kontexten sowohl in etablierten als auch in jungen Zivilgesellschaften des Globalen Südens und Nordens relevant und nützlich ist – und zwar nicht nur in Nachkriegssituationen nach Bürgerkriegen, also nach gewaltsamen Konflikten.
Das Verfahren gliedert sich in vier Schritte: Erstens wird der kommunikative Friedensbildungsansatz genauer definiert; zweitens werden die Reichweite und Anwendungsbereiche des Ansatzes dargelegt; drittens werden fünf konkrete Schritte zur praktischen Entwicklung einer kommunikativen Friedensbildungsinitiative aufgezeigt; und viertens wird anhand von Beispielen aus Kenia veranschaulicht, wo und wie der kommunikative Friedensbildungsansatz bisher angewendet wurde.