Das Potenzial für die Anwendung Gewaltfreie Kommunikation in der Naturschutzwissenschaft
Die Rolle von Naturschutzwissenschaftlern war noch nie so herausfordernd. Angesichts der rasanten Zerstörung natürlicher Ökosysteme der Erde und des Verlusts von Biodiversität und Ökosystemleistungen müssen Naturschutzwissenschaftler neue und effektive Wege finden, um Vertrauen aufzubauen und die breite Öffentlichkeit einzubinden. In diesem Artikel erörtern wir den potenziellen Nutzen einer bestimmten Kommunikationstechnik, Gewaltfreie Kommunikation (auch bekannt als mitfühlende oder kollaborative Kommunikation), im Naturschutz.
Gewaltfreie Kommunikation ist eine strukturierte Kommunikationsform, die in den 1960er Jahren von Dr. Marshall Rosenbergentwickelt wurde. Sie zielt darauf ab, zwischenmenschliches Verständnis und Verbundenheit durch wertfreie Beobachtungen, die Berücksichtigung von Gefühlen, Bedürfnissen und Werten sowie die Aufforderung zu konkreten Maßnahmen zur Erfüllung dieser Bedürfnisse zu fördern. Sie hat in verschiedenen Bereichen wie der Strafvollzugsreform, den Gesundheitswissenschaften und der Sozialarbeit positive Ergebnisse erzielt und birgt großes Potenzial für Anwendungen im Naturschutz. Obwohl es keine Kommunikationsstrategie gibt, die für alle Menschen gleichermaßen geeignet ist, argumentieren wir, dass Gewaltfreie Kommunikation von Naturschutzwissenschaftlern und -praktikern im Umgang mit Kollegen, Politikern und der Öffentlichkeit zu wichtigen und mitunter kontroversen Umweltthemen eingesetzt werden kann.