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Empathische Belastung und soziale Stressfaktoren am Arbeitsplatz durch Gewaltfreie Kommunikation training

Eine Feldstudie mit Gesundheitsfachkräften

Wissenschaftlicher Zeitschriftenartikel von Wacker, R., Dziobek, I. in englischer Sprache (2018)
Zeitschrift für Arbeits- und Organisationspsychologie, Amerikanische Psychologische Vereinigung, 23(1), 141–150

Eine Hauptursache für psychische Probleme bei medizinischem Fachpersonal sind persönlich belastende Situationen am Arbeitsplatz. Daher liegt ein entscheidender Schwerpunkt der Prävention auf der Entwicklung emotionaler und sozialer Kompetenzen, die für einen effektiven Umgang mit Klienten, Kollegen und Vorgesetzten notwendig sind.

Ziel unserer Feldstudie mit Prä-Post-Intervention war die Evaluation einer training in gewaltfreie kommunikation ( GFK ) in einer öffentlichen Gesundheitseinrichtung. Eine training nahm an einer dreitägigen GFK training teil und füllte vor und drei Monate nach training Fragebögen aus. Veränderungen der GFK Kompetenzen, des empathischen Leidensdrucks, der Empathie und sozialer Stressoren am Arbeitsplatz wurden mit den Daten einer Kontrollgruppe ohne training verglichen. Zusätzlich beobachteten wir das Kommunikationsverhalten der GFK -geschulten Teilnehmer unmittelbar vor und nach der Intervention.

Wir stellten bei den training eine Verbesserung der Kommunikationsfähigkeiten fest, was sich in einem verstärkten Ausdruck von Emotionen und einer intensiveren Nutzung des GFK am Arbeitsplatz zeigte. Empathische Belastungen nahmen ab, und ein Anstieg sozialer Stressfaktoren am Arbeitsplatz wurde durch die verbesserte Emotionsverbalisierung verhindert.

Die Ergebnisse zeigen, dass GFK training ein wirksames Mittel sein kann, um emotionale und interpersonelle Kompetenzen zu fördern und empathische Belastungen sowie soziale Stressoren am Arbeitsplatz bei Personen in emotional anspruchsvollen Arbeitsumgebungen zu verhindern. Mögliche Wirkmechanismen, die die training erklären, werden diskutiert.