Friedenslinguistik in der akademischen Gemeinschaft aus der Perspektive von Englischlehrern
Eine Fallstudie mit mehreren Fällen
Diese qualitative Fallstudie untersucht die Integration und Bewertung friedenslinguistischer Ansätze in verschiedenen Unterrichtspraktiken von Englischlehrkräften. Im Fokus steht die Erforschung gewalttätiger und gewaltfreier Terminologien, die von Schülerinnen und Schülern im Unterricht verwendet werden. Die Datenerhebung umfasste Tiefeninterviews mit fünf Englischlehrkräften, ergänzt durch zwei weitere Lehrkräfte und fünf Schülerinnen und Schüler. Die thematische Analyse der Daten ergab fünf zentrale Themenbereiche für gewalttätige und gewaltfreie Formulierungen und Terminologien, die von den Schülerinnen und Schülern verwendet wurden: moralisierende Wertungen, kulturelle und religiöse Ausdrücke, positive und ermutigende Sprache, Förderung friedlicher Kommunikation und Teamarbeit sowie höfliche Ausdrucksweise.
Zweitens werden fünf zentrale Themenbereiche der Friedenslinguistik identifiziert: die Förderung einer inklusiven und friedlichen Sprache, die Entwicklung einer Friedenskultur durch interaktive Pädagogik, die Einbindung kulturell inklusiver Unterrichtsmaterialien, die fachübergreifende Verankerung der Friedenslinguistik sowie die Zusammenarbeit mit Kollegen und Experten. Drittens werden vier wesentliche Aspekte zur Erfolgsmessung im Englischunterricht hervorgehoben: die Beurteilung der Wirksamkeit friedlicher Methoden, Feedbackmethoden zur Friedenspädagogik, positive Verhaltensänderungen bei den Schülern und die Teilnahme an Fortbildungen zur Friedensbildung. Die Fallbeispiele zeigen sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede in der Art und Weise auf, wie Englischlehrer die Friedenslinguistik in ihren Unterricht integrieren und ihren Erfolg messen, obwohl sie sowohl gewalttätige als auch gewaltfreie Ausdrucksformen unter den Schülern erleben.