Gewaltfreie Kommunikation als Technologie in zwischenmenschlichen Beziehungen in der Gesundheitsarbeit
eine erste Überprüfung
Hintergrund: Die Arbeit im Gesundheitswesen ist für die meisten Fachkräfte mit hohem Stress verbunden und kann zwischenmenschliche Probleme auslösen, die zu Gewalt unter Kollegen führen können. Um Gewalt vorzubeugen und das Arbeitsumfeld zu verbessern, können Strategien wie die Gewaltfreie Kommunikation. Ziel dieser Studie war es, die verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Anwendung von Gewaltfreie Kommunikation als Instrument für eine friedliche Kultur zwischenmenschlicher Beziehungen im Gesundheitswesen zu erfassen und zusammenzufassen.
Methoden: Es handelt sich um eine Übersichtsarbeit, die in den Datenbanken der National Library of Medicine (PubMed), des Cumulative Index to Nursing and Allied Health Literature (CINAHL), des Web of Science, der Excerpa Medica DataBASE (Embase), von PsycINFO – APA/PsycNET (American Psychological Association) und der Latin American and Caribbean Health Sciences Literature (LILACS) im Zeitraum von März bis August 2023 durchgeführt wurde. Als Einschlusskriterien dienten Studien, die sich mit dem Thema GFK im Gesundheitswesen befassten und in portugiesischer, spanischer oder englischer Sprache veröffentlicht wurden, ohne zeitliche Einschränkungen.
Ergebnisse: In den Datenbanken wurden 53 Studien gefunden. Zwei weitere Studien wurden aus Primärforschungen extrahiert. In der ersten Ausschlussphase wurden 16 Texte aufgrund von Duplikaten entfernt. 39 Artikel waren potenziell relevant, und die Volltexte wurden hinsichtlich ihrer Eignung sowie der Ein- und Ausschlusskriterien geprüft. Somit wurden sieben Studien in diese Übersichtsarbeit aufgenommen, die in englischer (fünf) und portugiesischer Sprache (zwei) veröffentlicht wurden. Zwei dieser Studien wurden in Brasilien, eine in den USA, eine in Südkorea, eine in Frankreich, eine in Kanada und eine in Thailand durchgeführt. Hinsichtlich der Studien-/Publikationsart handelte es sich bei zwei Studien um Reflexionsberichte, einer um eine Übersichtsarbeit, einer um eine Mixed-Methods-Studie, einer um einen Erfahrungsbericht und zwei um experimentelle Studien. Die Studien wiesen überwiegend eine hohe bis mittlere methodische Qualität auf (85,7 %). Die Gesamtzahl der Studienteilnehmer betrug 185. Die Studien zeigten, dass GFK eine Technologie ist, die es ermöglicht, die zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen Angehörigen der Gesundheitsberufe zu verbessern. Training oder pädagogische Interventionsprojekte zu diesem Thema sind nützlich, um Fachleute mit dem Thema vertraut zu machen und Situationen aufzuzeigen, in denen die Technik angewendet werden kann.
Fazit: Die internationale wissenschaftliche Literatur belegt, dass Gewaltfreie Kommunikation ein wertvolles Instrument zur Verbesserung zwischenmenschlicher Beziehungen im Gesundheitswesen darstellt. Führungskräfte und Entscheidungsträger können diesen Ansatz als Strategie nutzen, um Konflikte zu lösen und aggressive Situationen zwischen medizinischem Fachpersonal zu verhindern, insbesondere im Hinblick auf moralische oder psychologische Aspekte.