Gewaltfreie Kommunikation als Intervention bei Angstzuständen und Depressionen bei Erwachsenen
Ziel dieser Studie war es, die Auswirkungen der Gewaltfreie Kommunikation ( GFK ) auf die Lebensqualität von Menschen mit Angststörungen und Depressionen zu untersuchen. Zu den spezifischen Zielen gehörten die Erforschung der Art der von den Teilnehmenden erlebten Angststörungen und Depressionen, die Bewertung der Akzeptanz der GFK Intervention bei Menschen mit Angststörungen und Depressionen sowie die Untersuchung des Einflusses der GFK Intervention auf den Umgang mit Angststörungen und Depressionen im Alltag.
Die Studie umfasste zehn erwachsene Teilnehmer aus Bangladesch mit leichter bis schwerer Angststörung und/oder Depression, die mittels gezielter Stichprobenziehung ausgewählt wurden. Die Studie verfolgte einen qualitativen Ansatz. Die Teilnehmer absolvierten sowohl Einzel- als auch Gruppensitzungen GFK Interventionsprogramm, insgesamt sechs Gruppensitzungen und mindestens sechs Einzelsitzungen. Die Daten wurden mittels Tiefeninterviews erhoben und thematisch analysiert. Die Ergebnisse wurden entsprechend den spezifischen Forschungszielen in drei Abschnitte unterteilt. Der erste Abschnitt präsentiert Themen und Unterthemen zur Art der von den Teilnehmern erlebten Angststörung und Depression. Die Ergebnisse zeigen, dass die Teilnehmer verschiedene belastende Lebenserfahrungen gemacht haben, die sich auf ihre Emotionsregulation, ihr Alltagsleben, ihre Selbstwahrnehmung und ihre Beziehungen auswirkten. Der zweite Abschnitt behandelt Themen und Unterthemen zur Akzeptanz des GFK Interventionsprogramms bei Personen mit Angststörung und Depression.
Die Ergebnisse dieses Abschnitts zeigen, dass die Teilnehmenden GFK Intervention in Einzel- und Gruppensitzungen positiv aufnahmen und annahmen, was sich positiv auf ihre Lebensqualität auswirkte. Dies leitet zum dritten Teil der Studie über, der sich mit den Auswirkungen der Intervention befasst. Die Themen und Unterthemen dieses Abschnitts zeigen, dass GFK Intervention Angstsymptome und Depressionen linderte, Selbstwahrnehmung und Selbstmanagement förderte, die zwischenmenschliche Kommunikation verbesserte, die Selbstwirksamkeit steigerte und Hoffnung auf die Anwendung der Prinzipien Gewaltfreie Kommunikation weckte. Es zeigte sich jedoch, dass Teilnehmende mit abhängigen Persönlichkeitsmerkmalen, starker Belastung und körperlichen Erkrankungen die Umsetzung der Intervention als schwierig empfanden.
Die umfassenden Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass Gewaltfreie Kommunikation ein gut angenommenes und wirksames Instrument zur Behandlung von Angstzuständen und Depressionen darstellt. Dies impliziert, dass die Anwendung Gewaltfreie Kommunikation einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung und zum Erlernen von Bewältigungsstrategien für Menschen mit Angstzuständen und Depressionen leisten kann.