Integrative Praktiken zur Bewältigung von Stress bei Pflegekräften während der Covid-19-Pandemie
Scoping-Review
Ziel: Erfassung integrativer Praktiken zur Bewältigung von berufsbedingtem Stress bei Pflegekräften während der Covid-19-Pandemie.
Methode: Diese Übersichtsarbeit folgt den Empfehlungen des JBI Institute und der PRISMA Extension for Scoping Reviews (PRISMA-ScR). Die Suche wurde zwischen März und April 2024 in den folgenden Datenbanken durchgeführt: MEDLINE, LILACS, BDENF, IBECS (via BVS) sowie CINAHL, SCOPUS und Web of Science (via CAPES Journal Portal). Die Auswahl, Stratifizierung und Organisation der Studien erfolgte auf der Rayyan-Plattform. Die Ergebnisse wurden in einer Übersichtstabelle mit einer deskriptiven und vergleichenden Analyse der Befunde dargestellt, wobei die integrativen Praktiken und ihre Wirksamkeitsnachweise hervorgehoben wurden.
Ergebnisse: Achtzehn Studien wurden eingeschlossen, die meisten davon wurden 2021 in den USA veröffentlicht. Die am häufigsten angewandten Methoden waren: Achtsamkeitstraining (16,6 %), Ruheräume (11 %), Psychoedukation (11 %), kollegiale Unterstützung (11 %) und gewaltfreie kommunikation (11 %). Alle diese Methoden erwiesen sich als wirksam bei der Stressreduktion, der Förderung des Wohlbefindens und der Verbesserung der Lebensqualität von Pflegekräften. Schlussfolgerungen: Die am weitesten verbreiteten integrativen Methoden waren Achtsamkeitstraining und Psychoedukationsprogramme, wobei die gewaltfreie kommunikation. Alle diese Methoden zeigten sich als wirksame Interventionen zur Stressreduktion bei Pflegekräften während der Pandemie. Sie stellen somit praktikable und effektive Strategien zur Förderung der psychischen Gesundheit und des Wohlbefindens dieser Berufsgruppe dar.
BESCHREIBUNG: Krankenpflege; Beruflicher Stress; Komplementärtherapien; Coronavirus-Infektionen