Empathisches Zuhören als sozialsemiotische Praxis in der Tradition der Gewaltfreie Kommunikation
Eine systemisch-funktionale Analyse von Entscheidungen in den Systemen von Thema und Informationsstatus
Dieser Artikel untersucht empathisches Zuhören in der Tradition der Gewaltfreie Kommunikation (GFK). Diese Tradition wird als bewusst gestaltete Form der zwischenmenschlichen Kommunikation verstanden, die „auf Fortschritt hin zu einer besseren Welt abzielt“ ( Hughes 2018 ). Empathie wird in dieser Tradition als „respektvolles Verständnis dessen, was andere erleben, … wir geben anderen die Zeit und den Raum, die sie brauchen, um sich vollständig auszudrücken und verstanden zu werden“ ( Rosenberg 2015 : 91–92) definiert. Die Analyse in diesem Artikel wendet die Methoden der systemisch-funktionalen Linguistik an, um zu zeigen, dass dieses empathische Verständnis dadurch erreicht wird, dass der Empathische den Sprecher bei der Auseinandersetzung mit seinen Emotionen unterstützt. Dies geschieht durch ein sprachliches Muster gemeinsam erarbeiteter, kontinuierlicher thematischer Progression neuer, resonanter Informationen. Der Artikel liefert Einblicke in die sprachlichen Mechanismen, die GFK der Empathiepraxis zugrunde liegen
Verwandtes Video: https://www.youtube.com/watch?v=esdPRKeZB4U