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Auswirkungen eines Gewaltfreie Kommunikation basierenden Empathie-Schulungsprogramms für Krankenpflegestudierende

Eine quasi-experimentelle Pilotstudie

Wissenschaftlicher Zeitschriftenartikel von Sung J, Kweon Y. in englischer Sprache (2022)
Nursing Reports, MDPI. 2022; 12(4):824-835

Ziel dieser Studie war die Entwicklung und Untersuchung der Auswirkungen eines gewaltfreie kommunikation basierenden Empathie-Schulungsprogramms für Pflegestudierende. Das Programm basierte auf einem zyklischen Empathie-Modell, das Selbstwertgefühl, Empathiefähigkeit, zwischenmenschliche Beziehungen und Kommunikationskompetenz umfasst. Die Teilnehmer waren Pflegestudierende im ersten Studienjahr zweier verschiedener Hochschulen in Korea.

Es nahmen 62 Personen teil: 32 in der Experimentalgruppe und 30 in der Kontrollgruppe. Die Experimentalgruppe erhielt sechs Sitzungen à 120 Minuten. Die Sitzungen basierten auf gewaltfreie kommunikation und nutzten Lehrmethoden wie Vorträge, Präsentationen, Einzel- und Gruppenübungen, Rollenspiele, Aufgaben und Reflexionsjournale. Die Daten wurden mit dem Programm SPSS 24.0 mittels Prozentrechnung, χ²-Test, Fisher-Exakt-Test und t-Test für unabhängige Stichproben analysiert. In der Experimentalgruppe zeigten sich im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikante Verbesserungen im Selbstwertgefühl (t = 4,06, p< 0,001), in der Empathiefähigkeit (t = 5,22, p < 0,001), in den zwischenmenschlichen Beziehungen (t = 5,14, p < 0,001) und in der Kommunikationskompetenz (t = 5,27, p < 0,001).

Ein auf dem zyklischen Empathiemodell basierendes Programm zur gewaltfreie kommunikation dürfte daher für die geistes- und sozialwissenschaftliche Ausbildung im Pflegecurriculum von Nutzen sein. Darüber hinaus kann es die pflegerische Kompetenz durch multidimensionale Empathie im klinischen Alltag verbessern.