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Drive-by-Shootings durch gewalttätige Straßenbanden in Los Angeles

Ein Fünfjahresrückblick von 1989 bis 1993

Wissenschaftlicher Zeitschriftenartikel von Hutson, HR, Anglin, D., Eckstein, M. in englischer Sprache (1996)
Academic Emergency Medicine, 3(4), 300-303, April 1996

Zielsetzung: Ermittlung der Trends bei der Anzahl von Drive-by-Shootings, der beschossenen Personen, der beschossenen unbeteiligten Passanten und der Tötungsdelikte durch Drive-by-Shootings in der Stadt Los Angeles von 1989 bis 1993. 

Methoden: Es wurde eine retrospektive Analyse der Polizeiakten aller zwischen 1989 und 1993 in der Stadt Los Angeles stattgefundenen Schießereien aus fahrenden Autos mit Bandenbezug durchgeführt. 

Ergebnisse: Von 1989 bis 1993 ereigneten sich 6.327 Drive-by-Shootings, 9.053 Schussverletzungen und 590 Tötungsdelikte. Zwischen 1989 und 1991 stiegen die Zahlen sowohl bei Drive-by-Shootings als auch bei Schussverletzungen und Tötungsdelikten an, gefolgt von einem Rückgang zwischen 1991 und 1993. Das Verhältnis von Getöteten zu Schussverletzungen stieg von 1989 bis 1993 signifikant an (p = 0,0011). 47 % der Schussverletzungen und 23 % der Tötungsopfer waren unbeteiligte Passanten. 

Fazit: Drive-by-Shootings stellen in Los Angeles ein gravierendes Problem für die öffentliche Gesundheit dar. Obwohl die Anzahl der Drive-by-Shootings in den Jahren 1992 und 1993 zurückging, stieg der Anteil der Todesfälle. Um Drive-by-Shootings zu verhindern, müssen die Ursachen für die Entstehung gewalttätiger Straßenbanden angegangen werden.