Drive-by-Shootings durch gewalttätige Straßenbanden in Los Angeles
Ein Fünfjahresrückblick von 1989 bis 1993
Zielsetzung: Ermittlung der Trends bei der Anzahl von Drive-by-Shootings, der beschossenen Personen, der beschossenen unbeteiligten Passanten und der Tötungsdelikte durch Drive-by-Shootings in der Stadt Los Angeles von 1989 bis 1993.
Methoden: Es wurde eine retrospektive Analyse der Polizeiakten aller zwischen 1989 und 1993 in der Stadt Los Angeles stattgefundenen Schießereien aus fahrenden Autos mit Bandenbezug durchgeführt.
Ergebnisse: Von 1989 bis 1993 ereigneten sich 6.327 Drive-by-Shootings, 9.053 Schussverletzungen und 590 Tötungsdelikte. Zwischen 1989 und 1991 stiegen die Zahlen sowohl bei Drive-by-Shootings als auch bei Schussverletzungen und Tötungsdelikten an, gefolgt von einem Rückgang zwischen 1991 und 1993. Das Verhältnis von Getöteten zu Schussverletzungen stieg von 1989 bis 1993 signifikant an (p = 0,0011). 47 % der Schussverletzungen und 23 % der Tötungsopfer waren unbeteiligte Passanten.
Fazit: Drive-by-Shootings stellen in Los Angeles ein gravierendes Problem für die öffentliche Gesundheit dar. Obwohl die Anzahl der Drive-by-Shootings in den Jahren 1992 und 1993 zurückging, stieg der Anteil der Todesfälle. Um Drive-by-Shootings zu verhindern, müssen die Ursachen für die Entstehung gewalttätiger Straßenbanden angegangen werden.