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Entwicklung eines theoretischen Rahmens für die Implementierung Gewaltfreie Kommunikation zur Steigerung der Führungseffektivität

Eine konzeptionelle Studie

Doktorarbeit von Ting, Moi Kieng (Elijah) in englischer Sprache (2025)
Zenodo

Gewaltfreie Kommunikation ( GFK ), entwickelt von Marshall B. Rosenberg, ist ein systematischer Ansatz für Empathie, bedürfnisorientierte und wertfreie Kommunikation sowie für mitfühlendes Zuhören (Azgın, 2018; Gęsińska et al., 2020). Obwohl Führungstheorien wie authentische, dienende und transformationale Führung ähnliche ethische und beziehungsorientierte Ziele verfolgen, werden die Mechanismen zur Anwendung empathiebasierter Kommunikation in Organisationen häufig nicht ausreichend erläutert. Diese Dissertation versucht daher, diese Lücke zu schließen, indem sie die grundlegenden Prinzipien der GFK untersucht und sie mit den moralischen und mitarbeiterorientierten Prinzipien authentischer, dienender und transformationaler Führung vergleicht. Das Forschungsdesign, eine konzeptionelle Arbeit, die auf einer umfassenden systematischen Literaturrecherche basiert, konzentriert sich im Wesentlichen auf die folgenden zwei Fragen: (1) Was sind die grundlegenden Prinzipien der GFK und wie können sie zur Steigerung der Führungseffektivität beitragen? und (2) Inwiefern stimmen bestehende Führungstheorien mit den Prinzipien der GFK überein bzw. weichen von ihnen ab?

Die Ergebnisse bestätigen, dass zwar alle Führungstheorien ethische Orientierung, Mitarbeiterentwicklung und transparente Kommunikation betonen, jedoch keine einen prozessorientierten Rahmen für die praktische Umsetzung von Empathie und die Vermeidung von Werturteilen im alltäglichen Umgang miteinander vorlegt (Hannah et al., 2014; Tzouramani, 2016). Aufbauend auf diesen Erkenntnissen schlägt diese Dissertation das EMPATH-Framework vor, das Führungskräften sechs miteinander verbundene Handlungsschritte zur Operationalisierung GFK Prinzipien in der Führungspraxis bietet. Die sechs miteinander verbundenen Handlungsschritte des EMPATH-Frameworks sind: 

  • E – Steigerung des Selbstbewusstseins und der emotionalen Intelligenz
  • M – Anpassung von Organisationsstrukturen zur Förderung von Inklusivität
  • P – Förderung von kultureller Sensibilität und Anpassung
  • A – Weiterentwicklung GFK Training und Weiterbildungsprogramme
  • T – Transformation unterstützender Richtlinien und Praktiken
  • H – Nutzung kontinuierlicher Feedback- und Verbesserungsmechanismen

Das Rahmenwerk schlägt somit eine Brücke zwischen dem ambitionierten Charakter etablierter Führungstheorien und der verfahrenstechnischen Klarheit des GFK und befähigt Führungskräfte, Vertrauen, Inklusivität und nachhaltiges Engagement zu fördern. 

Diese Dissertation leistet einen Beitrag zur Führungsforschung, indem sie ein strukturiertes, kommunikatives Modell vorstellt, das einen praxisorientierten Leitfaden zur Verankerung von Empathie und ethischem Verhalten im Organisationsleben bietet. Abschließend fordert sie weitere empirische Forschung zur Validierung des EMPATH-Frameworks und dessen Anpassung an unterschiedliche kulturelle und branchenspezifische Kontexte, um so die praktische Wirkung von GFK in der modernen Führung zu stärken. Durch die Integration GFK -basierter Kommunikationsfähigkeiten mithilfe des EMPATH-Frameworks in die Führungskräfteentwicklung können Organisationen letztendlich inklusivere, werteorientierte und psychologisch sichere Arbeitsumgebungen fördern und damit die Gesamteffektivität ihrer Führung steigern.