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Anwendung von Kernstrategien

Reduzierung der Anwendung von Isolations- und Fixierungsmaßnahmen

Projektbericht von Riemer, D. und Corwith, C. in englischer Sprache (2007)
Am Rande, 13(3), 7-10

Das Ausmaß an Gewalt in psychiatrischen Kliniken stellt Patienten und Personal gleichermaßen vor anhaltende Herausforderungen. Krankenhäuser und Einrichtungen arbeiten kontinuierlich daran, die JACHO-Standards zu erfüllen und die Sicherheit von Patienten und Personal zu gewährleisten. Dieser Artikel zeigt, wie eine forensische Pflegeeinheit einen deutlichen Rückgang der Gewalt verzeichnen konnte. Infolgedessen sank der Bedarf an Isolation und Fixierung innerhalb von drei Jahren um mehr als 90 %.

Es wurden umfangreiche Studien durchgeführt, die die Risiken und Vorteile von Isolation und Fixierung für Patienten und Personal untersuchten. Auch wenn ein vollständiger Verzicht auf Isolation und Fixierung in einer forensischen Klinik möglicherweise nicht realisierbar ist, lässt sich der Bedarf an restriktiveren Maßnahmen deutlich reduzieren. Die Reduzierung des Einsatzes von Isolation und Fixierung sollte jedoch nicht vom Fokus auf die Erfüllung der grundlegenden, ganzheitlichen Bedürfnisse der Patienten ablenken: Förderung der Sicherheit und Verringerung des Traumarisikos.

Die Standards der American Psychiatric Nursing Association (APNA) zur Anwendung von Absonderung und Fixierung verdeutlichen, dass die Prävention von Aggressionen durch eine gründliche Beurteilung und frühzeitige Intervention mit weniger restriktiven Maßnahmen der Schlüssel zur Reduzierung von Absonderung und Fixierung ist. Dieses Ziel lässt sich erreichen, indem die Station strukturierter und ruhiger gestaltet wird und ein Behandlungsteam arbeitet, das die Partnerschaft mit dem Patienten fördert, anstatt ihn zu kontrollieren (Positionspapier und Standards der Praxis zu Absonderung und Fixierung, 2000). Die Anwendung dieser Ansätze hat in einer forensischen Pflegeeinheit zu einer deutlichen Reduzierung von Gewalt und des Bedarfs an Absonderung und Fixierung geführt. Dieser Artikel veranschaulicht, wie eine forensische Pflegeeinheit den Bedarf an Absonderung und Fixierung durch die Fokussierung auf Kernstrategien reduzieren konnte, darunter die Vermittlung von Fähigkeiten zur therapeutischen, gewaltfreie kommunikation an Patienten, um ihre Bedürfnisse zu befriedigen.

Die Intensivstation (ITU) des Mendota Mental Health Institute (MMHI) in Madison, Wisconsin, ist eine forensische Einrichtung mit 21 Betten und mittlerem Sicherheitsstandard. Sie bietet ein sicheres therapeutisches Umfeld für die langfristige Intensivbehandlung akuter psychiatrischer, somatischer, medizinischer oder Verhaltenssymptome. Die männlichen Patienten leiden unter psychotischen, Persönlichkeits-, Stimmungs-, Angst- und kognitiven Störungen; viele weisen Doppeldiagnosen auf.

Es werden die im Rahmen des MMHI in die ITU eingeführten Kernstrategien vorgestellt.