Konflikte mit Freundlichkeit bewältigen
Eine Studie darüber, wie gewaltfreies Handeln dazu beitragen kann, Konflikte in engen Beziehungen in Frieden zu verwandeln
Diese Studie untersucht das Wesen gewaltfreier Handlungen in engen Beziehungen, indem sie eine Machttheorie aus der Psychologie im lutherisch-protestantischen Kontext auf drei konstruierte Fallbeispiele anwendet.
Turners Theorie zeigt, dass Macht aus Einfluss entsteht und dass es entscheidend ist, zunächst das Denken des Gegenübers durch Überzeugung zu verändern, um eine Änderung seines äußeren Handelns zu bewirken. Die Zwei-Reiche-Theorie geht noch einen Schritt weiter, allerdings in eine unerwartete Richtung: Sie verdeutlicht die Bedeutung des inneren Prozesses im Geist und im Herzen des Menschen vor der eigentlichen Überzeugung.
Jeder Mensch hat das Potenzial, einen Beziehungskonflikt zu beenden, indem er zunächst inneren Frieden findet und dann den anderen einlädt, sich gemeinsam an der Transformation des Konflikts in Frieden zu beteiligen. Der Schlüssel zur Konfliktlösung liegt daher nicht in der Überzeugungskraft, sondern in der Arbeit an sich selbst.
Laut Luther muss diese innere Arbeit nicht allein geleistet werden, denn Gott verspricht, denen zu helfen, die zu seinem Reich gehören.
Die Analyse zeigt, dass es möglich ist, die Richtlinien des gewaltfreien Handelns in Konflikten in engen Beziehungen anzuwenden, auch wenn nicht alle Methoden, die in Konflikten größeren Ausmaßes zum Einsatz kommen, genutzt werden können.