Mitfühlende Kommunikation und das Maß an Empathie und Selbstmitgefühl der Teilnehmer
In der wissenschaftlichen Literatur zum Konfliktmanagement wurden Rosenbergs Methode der Gewaltfreie Kommunikation ( GFK ) und ihre Thesen bisher nicht empirisch untersucht. Diese explorative Arbeit entwickelt einen theoretischen Rahmen für diese Methode, ausgehend von Golemans Modell der emotionalen Intelligenz. Die Rolle der Selbstempathie in Konflikten wurde mittels eines Mixed-Methods-Experiments untersucht. Die Experimentalgruppe erhielt eine auf GFK basierende Selbstempathie-Intervention, während die Kontrollgruppe eine Füllaufgabe bearbeitete. Die Konfliktsituation betraf einen Konflikt zwischen dem Teilnehmer und einem hypothetischen Mitbewohner.
Die Ergebnisse der qualitativen Inhaltsanalyse zeigten, dass Selbstempathie das Bewusstsein für den eigenen inneren Zustand schärfte und dass die Betroffenen eher zur Kooperation bei der Konfliktlösung bereit waren, während die Teilnehmer der Kontrollgruppe das Problem verlagerten. Zusätzlich zur Inhaltsanalyse wurden die Emotionen der Teilnehmer quantitativ analysiert. Die Ergebnisse zeigten, dass Selbstempathie die Intensität von Emotionen neutralisiert. Die Ergebnisse wurden diskutiert, um die Behauptungen von GFK zu überprüfen.