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Mitfühlende Kommunikation

eine erste Überprüfung

Wissenschaftlicher Zeitschriftenartikel von Julia, Grace Jacob, Romate, John, Allen, Joshua George und Rajkumar, Eslavath ( in englischer Sprache, 2023).
Frontiers in Communication, 8 (2024)

Empirische Erkenntnisse aus der Literatur zum Thema Mitgefühl belegen die Schwierigkeit, mitfühlende Eigenschaften zu vermitteln, und deuten auf einen jüngsten Trend hin, Interventionen zur Förderung der Kommunikationsfähigkeiten im Kontext mitfühlender Pflege zu unterstützen. Da ein fundiertes empirisches und theoretisches Verständnis mitfühlender Kommunikation fehlt, identifiziert und integriert diese Übersichtsarbeit Definitionen und theoretische Ansätze zur mitfühlenden Kommunikation auf Grundlage der bestehenden Literatur. Insgesamt 5.813 Datensätze, die durch eine erste Suche in vier Datenbanken (Scopus, Web of Science, PubMed und APA PsycNet) identifiziert wurden, sowie 49 durch manuelle Suche ermittelte Datensätze wurden gemäß den PRISMA-ScR-Richtlinien geprüft. 57 Artikel, die die Einschlusskriterien erfüllten, wurden für die narrative Synthese (einschließlich thematischer und Inhaltsanalyse) ausgewählt. Die Rezension dient als konstruktive Kritik an den Widersprüchen und Problemen der empirischen Evidenz zu verbalem und nonverbalem Mitgefühl und stellt das Konzept als über seine Wirkung auf die Linderung von Leiden hinausgehend dar, indem mitfühlende Kommunikation im Lichte von (1) kognitiven Aspekten, (2) affektiven Aspekten, (3) Verhaltens-/Zustandsaspekten, (4) Beziehungsaspekten, (5) Selbstmitgefühl, (6) Gegenseitigkeit, (7) individuellen tugendhaften Eigenschaften oder Werten beschrieben wird.

Die Notwendigkeit einer integrativen Definition von empathischer Kommunikation und eines theoretischen Rahmens, der die Komponenten empathischer Kommunikation mit ihren Ursachen und Folgen verknüpft, wird hervorgehoben. Die Studie stellt eine valide und verlässliche Grundlage für zukünftige Forschung zu Theorie, Ausbildung und Interventionen im Bereich empathischer Kommunikation dar. Die Ergebnisse der Studie lassen sich im Lichte sowohl zeitgenössischer als auch traditioneller Kommunikationstheorien interpretieren und haben praktische Implikationen für verschiedene gesellschaftliche Bereiche (z. B. Familie, Arbeitsbeziehungen, Wirtschaft und Gesundheitswesen).