Herausforderungen und Chancen für Training impliziter Vorurteile bei Klinikern
Erkenntnisse von Akteuren der perinatalen Versorgung
Einleitung: Um gesundheitliche Ungleichheiten zu bekämpfen, haben viele US-Bundesstaaten Gesetze erwogen oder verabschiedet, die training (IBT) für Gesundheitsfachkräfte vorschreiben. Kaliforniens „Dignity in Pregnancy and Childbirth Act“ verpflichtet Krankenhäuser und alternative Geburtszentren, Perinatalmediziner in IBT-Schulungen zu schulen, um die Behandlungsergebnisse für Schwarze Frauen und Gebärende zu verbessern. Bislang gibt es jedoch nicht genügend wissenschaftliche Belege, um festzustellen, welche IBT-Ansätze dieses Ziel erreichen. Die Einbeziehung der Erfahrungen und Erkenntnisse von Akteuren im Bereich IBT ist ein grundlegender Schritt, um die Entwicklung neuer IBT-Richtlinien, -Lehrpläne und deren Umsetzung zu unterstützen.
Methoden: Wir führten eine multimethodische, partizipative Studie mit wichtigen Akteuren der kalifornischen IBT-Politik durch, um zentrale Herausforderungen und Empfehlungen für eine effektive klinische IBT zu identifizieren. Wir nutzten Fokusgruppen, Tiefeninterviews, eine kombinierte induktive/deduktive thematische Analyse sowie verschiedene Techniken, um die methodische Strenge und Validität zu gewährleisten. Die Teilnehmerinnen waren schwarze oder afroamerikanische Frauen aus der San Francisco Bay Area, die kürzlich im Krankenhaus entbunden hatten (n=20), sowie im Krankenhaus tätige Perinatalmediziner (n=20).
Ergebnisse: Wir identifizierten zahlreiche Handlungsempfehlungen und Herausforderungen hinsichtlich folgender Aspekte: (1) Landesrecht; (2) Inhalt und Format der IBT; (3) Implementierung der IBT in Gesundheitseinrichtungen; (4) Umfeld der Gesundheitseinrichtungen; und (5) Engagement und Verhalten der Leistungserbringer. Die Einschätzungen von Patienten und Klinikern deckten sich weitgehend. Viele Befragte waren der Ansicht, dass die IBT die Ergebnisse nur in Kombination mit anderen Antirassismus-Interventionen verbessern würde.
Auswirkungen auf die Chancengleichheit im Gesundheitswesen: Diese Erkenntnisse der Interessengruppen bieten politischen Entscheidungsträgern, Führungskräften im Gesundheitswesen und Lehrplanentwicklern wichtige Anhaltspunkte für die zukünftige Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen gegen Vorurteile bei Klinikern.