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Autorität im religiösen Leben: Über die Bedeutung eines gewaltfreien Führungsstils

Wissenschaftlicher Zeitschriftenartikel von Mary Lilian Akhere Ehidiamhen in englischer Sprache (2021)
Die katholische Reise: Afrikanische Zeitschrift für geweihtes Leben 2021 | Zeitschriftenartikel SOURCE-WORK-ID: 4101638 Teil der ISSN: 1597-6610

Die Frage der Autorität im Ordensleben ist in der Kirche vielfach diskutiert worden. Gelehrte wie Franc Card. Rode und Gianfranco A. Gardin betonen, dass die Autorität von Ordens- und geweihten Oberen „das Angesicht Gottes suchen“ muss: „Personen in Autoritätspositionen müssen zunächst in sich selbst die Bereitschaft entwickeln, anderen und den Zeichen der Zeit zuzuhören und die Würde des Menschen zu achten.“ Auch Gerald McConnell argumentiert, dass sich die Autorität von Ordensoberen von einer juristischen Autorität unterscheiden muss. Sie darf niemals eine Autorität zur Machtausübung sein, sondern muss eine christusähnliche Autorität sein, die in der Kraft des Heiligen Geistes wurzelt. Autorität in der Kirche dient nicht der Herrschaft, sondern dem Dienst. Diese Perspektive des Dienens wurde jedoch nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil nicht ausreichend berücksichtigt. In unserem Artikel widmen wir uns der Frage, wie man zuhört (Dialog führt) und gewaltfrei kommuniziert, inspiriert von der Idee, dass Autorität als Dienst zu verstehen ist.

Unsere Forschung befasst sich mit dem Einsatz von Autorität im Dienste anderer, wobei der Fokus auf Zuhören und Dialog liegt, insbesondere im Hinblick auf gewaltfreie kommunikation . Wir untersuchen Marshall RosenbergPrinzipien der gewaltfreie kommunikation da sie uns helfen können, Autorität im religiösen Leben auszuüben. Wir stellen sie der gewalttätigen Kommunikation gegenüber, die Mitgefühl blockiert und Machtausübung sowie Missachtung fördert, um die traditionell missverstandenen Zusammenhänge zwischen dienender Autorität und Herrschaft aufzuzeigen. Wir argumentieren, dass Autorität dazu dient, die Bedürfnisse von Menschen zu erfüllen, indem man ihre Situation aufmerksam beobachtet, sich mit ihren Gefühlen auseinandersetzt, um ihre Bedürfnisse zu erkennen, und gemeinsam positive Strategien entwickelt, um diese Bedürfnisse durch eine realistische Bitte zu befriedigen. Marshall RosenbergPrinzipien der gewaltfreie kommunikation bieten praktische Werkzeuge für Dialog, Führung und die Förderung der Menschenwürde. Seine Prinzipien sind erlernbar und können verinnerlicht werden.