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Eine synodale Alternative für kirchliche Konflikte

Gewaltfreie Kommunikation von Marshall Rosenberg

Wissenschaftlicher Zeitschriftenartikel von Mary Lilian Akhere Ehidiamhen in englischer Sprache (2022)
Zeitschrift für Moraltheologie 11 (2): 45–64. https://doi.org/10.55476/001c.37341

Im Laufe ihrer Geschichte haben Konflikte verschiedene Lehren der römisch-katholischen Kirche geprägt. Die heutige Kirche ringt mit Kontroversen um Rassismus, Geschlechterfragen, reproduktive Rechte, sexuellen Missbrauch, Machtmissbrauch, gleichgeschlechtliche Beziehungen sowie inner- und interreligiöse Konflikte. In solchen Situationen können Kirchenführer verschiedene Strategien zur Konfliktbewältigung anwenden, darunter Verhandlung, Dialog oder Repression. Oftmals setzen solche Strategien jedoch ein Verständnis von Einheit und Stabilität voraus oder betrachten Konflikte einseitig lediglich als „öffentliche Opposition gegen das Lehramt“

Was oft geschieht, lässt sich mit dem vergleichen, was Thania Paffenholz vom Zentrum für Konflikt, Entwicklung und Friedensförderung am Hochschulinstitut für Internationale Beziehungen in Genf als Konfliktmanagement bezeichnet: Dieser Ansatz der Führungskräfte ist im Wesentlichen diplomatisch und von oben nach unten gerichtet, schließt die Menschen an der Basis aus und dringt nicht tief in die Wurzeln des Konflikts ein.