Eine (gar nicht so) einfache Dialogaktivität
Dieser Artikel untersucht die Forschung zum Peer-to-Peer-Dialog im Hochschulbereich, einschließlich der innovativen Praxis des intergruppalen Dialogs und anderer Ansätze wie gewaltfreie kommunikation und kontemplatives Zuhören. Anschließend beschreibe ich eine Aktivität, die ich mit meinen Studierenden an einem Community College durchführe, da Zeitmangel und andere Ressourcen eine intensivere Dialogpraxis nicht zulassen. Ich bitte sie, mithilfe verschiedener kostenloser und leicht zugänglicher Ressourcen – darunter gewaltfreie kommunikation , kontemplative Übungen und Podcasts des öffentlich-rechtlichen Radiosenders „On Being“ – Dialogerfahrungen zu sammeln. Anschließend führen sie außerhalb des Unterrichts ein Gespräch, in dem sie vor allem das aufmerksame Zuhören gegenüber jemandem mit anderen politischen Überzeugungen üben. Dabei können sie einen kurzen Dialogversuch unternehmen oder gewaltfreie kommunikation anwenden.
Ich erörtere, wie meine Aktivität einige Ziele des intergruppalen Dialogs erreichen und sich als nützlich erweisen kann, wenn Studierende sich mit Diversität und Ungleichheit über soziale Grenzen hinweg auseinandersetzen, beispielsweise in der Sozialarbeits- und Nachhaltigkeitsbildung. Ich integriere diese Aktivität in einen Kurs mit kontemplativen Übungen, um zu untersuchen, wie sowohl die Nachhaltigkeitsbildung als auch die soziale Gerechtigkeitskomponente der Sozialarbeit von kontemplativen Übungen profitieren können. Abschließend stelle ich weitere Ressourcen zum Thema Hoffnung und Verzweiflung vor, die diese Aktivität unterstützen.