Monika Schäpe

Language of Report: 
Deutsch
Jahr der Bericht: 
2012
Share My Report With: 
General Public (Including Certified Trainers and Certification Candidates)
A. Wie viele Trainingstage hatten Sie dieses Jahr? : 
65
B. Briefly list the groups and organizations you worked with this year as a trainer.: 
Universitäten, Wirtschaftsunternehmen, freie Ausbildungsstätten, Physiotherapeutenschule, Kliniken, Arztpraxen, freie Kurse für jedermann/frau
C. Approximately how many people did you offer NVC training to this year?: 
190
D. What are you celebrating about your training experiences this year? What was significant for you? What touched your heart?: 
Schon in 2012 konnten wir eine markante Steigerung des Männeranteils bei den Kursen feststellen. Dies gilt insbesondere für die freien Kurse, denn nur dort - im Unterschied zu den Inhouse-Schulungen, kommen die Teilnehmenden gänzlich frei-will-ich. Dies ist uns ein Indikator für eine wirkliche Veränderung des Bewußtseins, ein Erwachen von Männern und Frauen zu einem Miteinander. ...Was mich immer berührt, ist, wenn ich miterleben darf, wie Menschen sich tief auf Prozesse mit ihren eigenen Themen einlassen. Auf ihr eigenes So-Mensch-Sein.
E. Would you share some difficult experiences you had while training this year and how you handled them?: 
Eine Herausforderung ist zB der Gemeinschaftsbildungsprozess am Ende der 15 Tage unseres 15 Tage-Intensive Angebots. Hier zeigt sich, nach vielen individuellen und auch sehr authentischen Prozessen, ob das Gelernte über sich selbst und in der Anwendung von Marshall´s Modell auch wirklich integriert ist. Was für eine Herausforderung - insbesondere für die Tn.!!! Wir als Trainer sind ja bereits gewohnt, dieses "wilde Pferd" zu reiten. Was würde es denn helfen, wenn alle aus dem Kurs gingen und dächten: "ha, wir haben´s begriffen, bei mir/uns in der Gruppe haben wir´s verstanden, wie Kommunikation geht." In diesem Prozess geht es uns darum, dass jeder Tn. die Möglichkeit hat, seine tatsächlichen Realkoordinaten mit SEINER Kommunikation klar einschätzen kann, statt das Konzept NVC über sein ich zu stellen und immer zu fragen: "was sagt das Modell jetzt, was ich am besten tun sollte?" Bullshit. Die Frage ist nämlich nicht: was muß ein Modell bringen, damit meine Kommunikation funktioniert? - sondern vielmehr: "Was muß ich als Mensch, als Persönlichkeit entwickeln, damit ein Kommunikationsmodell funktionieren kann? Uuuups!!! Dies ist einer der Haupt-Erkenntnisschritte, zu denen wir den Tn. verhelfen wollen. Da es sich hier aber um Bewußtseinsveränderung - bzw. -Erweiterung handelt, kann dieses nur EINLADEND angenähert werden. Denn ein Mensch ändert seine Haltung nur, wenn er eine neue Erfahrung macht. Ich betone: nur er/sie selbst kann diese Haltungsänderung vornehmen - kein noch so guter Trainer!!! Ein Mensch läßt sich auf eine neue Erfahrung ein, wenn er Vertrauen genug hat. Das geschieht i.d.R., wenn eine Beziehung zu jmd. besteht, welcher ebendiese neue Einladung zu einer neuen Erfahrung macht. In diesem Sinne zu unterrichten - das ist sicherlich herausfordernder, als zB einfach den kognitiven Input für eine Software Veranstaltung zu geben - ODER stundenlang über die Philosophie der GFK zu REDEN. Dabei sind wahrscheinlich viele gut unterhalten, nicken zustimmend, doch herausgefordert ist nicht wirklich jemand: jene Erfahrung auf komplettem Neuland zu machen. DA ist das Abenteuer - unser So-Mensch-Sein.
F. How do you teach the spiritual basis of Nonviolent Communication in your workshops and training programs? : 
Spiritualität eröffnet sich nur erfahrungsbasiert. Wenn ich auf einem Praxisweg mich befinde, in dem ich tiefe Einsichten über mich selbst, meine Verstrickungen, meine Strategien gewinne. Wenn ich sehe, was ich selbst dazwischen stelle, damit eben Gemeinschaft NICHT passieren kann. Obwohl ich sage, ich "hätte das Bedürfnis nach Gemeinschaft". Wenn ich mir selber dabei auf die Spur komme, tief verstehe und sehe was ich selbst tue, was andere tun,um zB Gemeinschaft zu verhindern, und was denn die tief verborgenen Gründe dafür sind, dann passiert Herzöffnung. Konkret, nicht philosophisch. Hier fallen wir in einen Zustand von natürlichem Mitgefühl. Mit uns selbst oder mit dem Gegenüber. Erfahrungsgemäß gibt es hier noch eine Stolperfalle, die jenes ins Herz rutschen sehr oft noch verhindert: der innere Richter. Ich erkenne etwas, habe eine tiefe Einsicht - und bevor es weich werden kann in meiner Brust, macht der Innere Scharfrichter einen Kommentar dazu, urteilt ab. Wenn das der Fall ist, müssen wir eben auch mit diesem in einen empathischen Kontakt treten. Mit den inneren Persönlichkeitsanteilen hilft die GFK extrem. Wenn der innere Richter gesehen und geachtet ist, d.h. gewürdigt - dann kann das vorher Erkannte tatsächlich das Herz öffnen. Wer meint er kann so tun oder etwas arrangieren, seinen zB Inneren Richter zu kontrollieren, zum Schweigen zu bringen mit irgendwelchen mentalen Instrumenten - wir mögen unsere Schattenseiten ja nicht, nicht wahr? - der ist leider auf dem Holzweg. Es gibt im ganzen menschlichen System und Wesen nur eine Instanz, die wahrhaft integrieren kann: das ist unser Herz. Denn es kennt keine Exclusion. nun, ... zu dieser neuen Erfahrung laden wir ein, da "passiert" spirituelle Erfahrung. Jenseits von spirituellen und religiösen Terminologien. Es geht nur um eines: Bewußtsein für das, was ist mit mir und den anderen - Ganz gleich, an welchem Punkt meines Weges ich mich oder den anderen sehe: und dann die Frage dazu: "Hab ich Herz dafür?" Bewußtsein und Herz zusammen zu bringen, das ist für uns die Essenz. Von diesem Ort aus treffen Menschen andere, neue Entscheidungen, die alle im Blick haben.
G. Please describe your social change goals...: 
Bewußtsein und Herz zusammen zu bringen, das ist für uns die Essenz. Von diesem Ort aus treffen Menschen andere, neue Entscheidungen, die alle im Blick haben.
J. Please describe your efforts to create, or join, an NVC circle or organization.: 
We are working with people that bring NVC into leadership, into social change projects, into their own work with humans and in courses.
K. Summarize participants’ evaluations, and how their feedback resulted in new learning or growth for you this past year.: 
L. What are your current growing edges or challenges as a trainer that you will be working on in the future?: 
Uns haben derzeit unabhängig voneinander etliche Leute gebten, doch eine neu Intensive zu starten für Leute, die selbst Ausbilder werden wollen. Als wir es ausgeschreiben haben, gab es einen Riesenandrang für dieses Supervision Intensive Projekt. Wir sehen uns sehr geehrt, dass soviel Vertrauen in uns gesetzt wird. So stehen wir kurz vor der Realisation dieses Projektes.
M. If you found opportunities to work with other trainers this year, please share the most meaningful experiences for you.: 
Siehe Punkt I. Great. In großer Dankbarkeit für diese Zusammenarbeit mit Peter. Siehe Startseite www.KommunikationderAchtsamkeit.de
N. Is there anything else you would enjoy sharing with the CNVC network?: 
I am working FROM THE BEGINNING of teaching the 4 steps (2003) by including the deep biografic traumas people are having. I couldn´t do elsewise - or exclude - else I would have had to suppress people´s feelings that had arised while working on their conflicts in Live-scenes. Forcing 4 steps on them in my pace, under my personal goals. This approach that is honouring and respecting the arousal of feelings soon brought me to the understanding that people have to learn to stay present with their feelings - means to stay present with the place where feelings are being expressed: namely in the body. This learning made me decelerate all conflict work, take out any personal target and pushy ego idea or concept of saving the world-missions. And just stay in the present, practicing myself intentionlessnesss, invite people to stay present while using clear observation. On their feelings- on their bodies. In the year 2013 I can see in the trainer community and offers that slowly this recognition is coming through in the consciousness of many trainers. That conflicts are never being solved only by applying 4 steps and plaster it on any problem. “Problems” are coming to a deep place inside us - called "AT HOME" - if we learn to stay with what there is in the present. Marshall´s tools are simply perfect as a vehicle. But it really needs a driver to drive it. The driver determines the direction - not the 4 steps. I am celebrating that I see more and more trainers to include the deep feelings, linked to traumas and thereby Warmly Monika Schäpe, Germany
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